Die Geschichte der Stüdlhütte
Der Erbauer der Stüdlhütte, Johann Stüdl, kam am 27. Juni 1839 als
ältester Sohn einer Prager Kaufmannsfamilie zur Welt. Als begeisterter
Bergsteiger traf er auf seinen alpinen Entdeckungsreisen am 26. August
1867 in Kals ein.
Als Pionier erkannte er den Handlungsbedarf und entschloss sich, auf
eigene Kosten die gleichnamige Hütte auf der Fanotscharte, welche
bereits am 15. September 1868 eingeweiht wurde, zu errichten. Stüdl,
den man auch den "Glocknerherrn" nannte, wurde 1870 zum Ehrenbürger von
Kals ernannt.

Die erste Stüdlhütte und Johann Stüdl
Hüttenerweiterungen unter der Sektion Prag:
| 1872 | erste Erweiterung |
| 1882 | zweiter größerer Ausbau durch Verlängerung der Hütte |
| 1892 | umfangreiche Umgestaltung und Erweiterung auf 30 Nächtigungsmöglichkeiten |
| 1903 | größerer Anbau für Toilette und Gaststube |
| 1928 | Hüttenerweiterung auf 60 Übernachtungsmöglichkeiten |
| 1974 | Ausbau des Dachgeschosses für 23 Schlafplätze; insgesamt somit ca. 100 Schlafplätze |
| 1977 | Letzte Baumaßnahme der Sektion Prag: Sanierung der Hütte und ein neues Winterhaus. |
| 1992 | Die Sektion Prag schließt sich der Sektion Oberland an. |

Hüttenwirt Georg Oberlohr und die neue Stüdlhütte
Der neue Eigentümer leitete bald die Planung für die erforderlichen Baumaßnahmen ein. Nach drei Begutachtungen durch Sachverständige wird festgestellt, dass trotz hoher Sanierungskosten eine dauerhafte Standsicherheit des Gebäudes nicht zu gewährleisten ist. Man entschließt sich zum Neubau. Nach zweijähriger Bauzeit wird die heutige Hütte im Juli 1997 eingeweiht.






